Briefmarathon 2021

Briefmarathon von Amnesty International zum Tag der Menschenrechte

11. Dezember 10 Uhr bis 13 Uhr vor dem Kornhaus

Während des jährlichen “Briefmarathons” zum internationalen Tag der Menschenrechte schreiben jedes Jahr Hunderttausende in allen Teilen der Welt Briefe, E-Mails und Twitternachrichten, um darin ihre Solidarität mit Menschen auszudrücken, deren Rechte verletzt werden, oder an Regierungen zu appellieren, die Rechte ihrer Bürger zu respektieren. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 4,5 Millionen Briefe verschickt, die nachweislich Wirkung zeigten. Auch die Kirchheimer Gruppe von Amnesty International lädt regelmäßig ein, sich am Briefmarathon zu beteiligen und wird am Samstag, 11. Dezember, von 10-13 Uhr vor dem Kornhaus präsent sein. Dieses Jahr bittet sie gezielt um die Unterstützung für drei Menschen in Guatemala, China und Palästina, deren Rechte massiv bedroht sind:

Bernardo Caal Xol, 49 Jahre, ist Lehrer, Gewerkschafter und Verteidiger der indigenen Maya-Gemeinschaften der Q’eqchi’. Er ist seit mehr als 3 Jahren zu Unrecht inhaftiert. Die indigene Gemeinschaft der Maya Q’eqchi ist vom Bau eines Wasserkraftprojekts am ihnen heiligen Fluss Cahabón im Departement Alta Verapaz im Norden Guatemalas betroffen.

Die ehemalige Anwältin Zhang Zhan aus China ist eine Bürgerjournalistin und äußert sich zu politischen und menschenrechtlichen Belangen im Land. Im Februar 2020 reiste sie nach Wuhan, damals das Zentrum des Covid-19-Ausbruchs in China. Sie berichtete auf Online-Plattformen wie WeChat, Twitter und YouTube über die Inhaftierung unabhängiger Reporter_innen und die Schikane der Familienangehörigen der Betroffenen. Am 28. Dezember 2020 ist Zhang Zhan in Shanghai zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die Verurteilung beruht auf der Anklage, “Streit angefangen und Ärger provoziert zu haben”.

Janna Jihad, 15 Jahre, ist eine Menschenrechtsverteidigerin und Journalistin, die in dem kleinen palästinensischen Dorf Nabi Saleh lebt, das im besetzten Westjordanland liegt. Mit ihrer Kamera dokumentiert sie Menschenrechtsverletzungen in ihrem Dorf und postet Videos auf ihren Social-Media-Accounts. Für ihre Arbeit wird sie immer wieder bedroht, unter anderem mit Morddrohungen, Einschüchterung durch Behörden und Verleumdung.

Die zu diesen Fällen vorbereiteten und frankierten Appellbriefe an die politisch Verantwortlichen können gegen Portokosten am Amnesty-Stand mitgenommen werden und müssen nur noch unterzeichnet werden.

2. Dezember 2021